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Güglingen

Güglingen | Stahl, Jürgen | 23.07.2019

Manege frei im Zirkus Bannolino

Beim Vater-Kind-Camp dreht sich zwei Tage lang alles um den Zirkus

Auf die Bannholzwiese am Waldrand von Güglingen ist der Zirkus Bannolino aufgezogen. Schon von Ferne ist die große bunte Zirkusmanege zu erkennen. Beim Vater-Kind-Camp der Evangelischen Kirchengemeinde Güglingen tauchen 30 Väter mit ihren 45 Kindern ein in die wunderbar spannende Zirkuswelt. 

Clown Romero begrüßt die Teilnehmer und fordert sie sogleich heraus: „Stellt euch bloß vor, der Zirkusdirektor hat überall zur großen Zirkus-Gala am Samstagabend auf die Bannholzwiese eingeladen und jetzt hat die Artistengruppe abgesagt! Aber ohne Artisten kann ja kein Zirkus stattfinden. Wie wäre es, wenn ihr dem Zirkusdirektor helft und ihr verschiedene Zirkusnummer einstudiert und als Artisten bei der Zirkus-Gala auftretet?“. Das ließen sich die Teilnehmer nicht zweimal sagen und Clown Romero motivierte sie zusätzlich: „Heute Abend gibt es hier auf der Zirkusbühne die schönste und beste Zirkus-Gala, die es je gegeben hat!“

So verteilen sich die Teilnehmer überall rund um die Zirkusbühne und probieren in kleinen Gruppen zunächst die unterschiedlichsten Zirkusnummern aus und schlüpfen dabei auch mal in die Rolle eines Clowns. Bald wird klar, welche Zirkusnummer welchen Teilnehmern am besten liegt und welche sie für die große Zirkus-Gala besonders einstudieren wollen. So bilden sich entsprechende Artistengruppen und machen sich, gestärkt durch einen Artisten-Burger, daran, eine Zirkusnummer einzustudieren. Sie entwickeln eigene Choreographien, geben sich eigene Namen wie Dos Pedalos oder The Holy Rollers und üben den ganzen Nachmittag mit großem Engagement. Mancher Artist verpasst vor lauter Fleiß beinahe die Probe des Zirkusorchesters.

Als am Abend plötzlich Regen aufzieht bangen die Artisten um ihren großen Auftritt. Doch durch ein Gottesgeschenk hört es rechtzeitig auf zu regnen und das Zirkusorchester spielt auf. Der Zirkusdirektor gibt den Startschuss zur großen Zirkus-Gala: „So etwas hat die Welt noch nicht gesehen“. Man sieht fliegende Teller und schwingende Kiwidos, gefolgt von Darbietungen auf der Laufkugel von den Super Bowls, Rola Bolas von The Holy Rollers und der Gruppe Nochriem mit Diabolos und Lunasticks. Sie verzaubern das Publikum mit atemberaubender Akrobatik und Körperbeherrschung. Das Publikum grölt als Diva Jael und ihre witzige Clowns-Truppe eine Welturaufführung eines Flötenstücks zum Besten gibt. Ein Höhepunkt jagt den anderen. Mit auffälligen Outfits flitzen Dos Pedalos mit Einrädern über die Manege, mutige Fakire legen sich aufs Nagelbrett und laufen über Glasscherben, The Crazy Zoo begeistern mit einer Raubtiernummer und vier Drahtige balancierten hoch über dem Zirkusboden, sodass dem Publikum der Atem stockt. Die Spannung steigt auf den Siedepunkt als eine Person aus dem Publikum in einer schwarzen Kiste verschwindet und 15 Schwerter in die Kiste gesteckt werden. Doch auch diese Nummer gelingt und unter tosendem Applaus steigt der Junge unverletzt aus der Kiste. Den Schlusspunkt setzen die Namenlosen Zehn mit perfekt aufgebauten, wechselnden Menschenpyramiden. Zum großen Finale stehen alle Artisten noch einmal auf der Manege und erhalten donnernder Applaus. Was für eine Zirkus-Gala!

Mit Heraufziehen der Dämmerung wurde die obligatorische Lagergeschichte erzählt. Trotz aller Spannung kehrt bald darauf Ruhe in der Zeltstadt ein.

Die frohe Botschaft beim traditionellen Mitmach-Gottesdienst am Sonntagmorgen war, dass Gott alle Menschen mit vielfältigen Talenten unterschiedlich begabt hat. Wir sind herausgefordert, diese zu entdecken und einzusetzen.

Weitere Bilder vom Camp sind hier zu sehen.

 

Text Reinhard Scheid

Bilder Jürgen Stahl