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Evangelisches Jugendwerk | Fischer, Alexander | 05.06.2018

30 Jahre Evangelisches Freizeitheim Zaberfeld

Vor 30 Jahren wurde das Evang. Freizeitheim Zaberfeld eingeweiht. 

Beim einem Tag der Offenen Tür und einem kleinen Festakt zum 30. Jubiläum begrüßte der 1. Vorsitzende des Evang. Jugendwerks Bezirk Brackenheim, Jens König, viele Gäste aus beiden Kirchenbezirken. Musikalisch umrahmte die Feier der Brackenheimer Bezirksjugendposaunenchor „Schbezi-Brass“  mit schwungvollen Melodien und Beiträgen.

Dekan Jürgen Höss vom Evang. Kirchenbezirk Brackenheim hielt zu Beginn eine Andacht mit dem Gedanken der Weizenkörner, die aufgehen. Er sagte: „Hier an diesem Ort in Zaberfeld sind schon viele Weizenkörner aufgegangen. Hier haben viele junge Menschen andere Menschen kennengelernt und dabei auch noch Jesus Christus als wichtigen Grund für ihren Glauben kennengelernt“.

Für die Kommune Zaberfeld sprach Ehrengast Bürgermeister Csaszar. Er freute sich, daß das Haus und der Zeltplatz so großartig belegt sind und das Freizeitheim den Namen „seines“ Ortes trägt. Er dankte allen Beteiligten, die dieses Haus gegründet und über die Jahre begleitet haben. Es ist zum Markenzeichen für Zaberfeld geworden.

Als Bezirksjugendreferent aus der Gründerzeit sprach Diakon i.R. Helmut Mergenthaler aus Walheim. Er brachte u.a. die Grüße des Besigheimer Dekans Eberhard Feucht aus Besigheim mit.

Helmut Mergenthaler erzählte, wie es zu den ersten Vorüberlegungen und Vorbereitungen zum Bau des Hauses kam. Sein Brackenheimer Kollege Diakon Wolfhard Rudat und er, hatten bei einem Jugendreferentenkonvent in der Tagungsstätte „Bernhäuser Forst“ ein Zimmer bezogen. Vor dem Schlafengehen sprachen sie über ihre Planungswünsche und Ideen im Hinblick auf Freizeitstätten. Die Besigheimer suchten ein Freizeitheim für Mitarbeiterschulungen und die Brackenheimer einen Zeltplatz mit Sanitärgebäuden und Großküche. Diese beiden Wünsche benachbarter Bezirksjugendwerke kamen dann zusammen und der Oberkirchenrat machte eine Bezuschussung zu dieser Kooperation sogar zu einer Pflicht. Beide Bezirke gründeten Fördervereine und sammelten fleißig Geld, vorwiegend mit großen, bezirksweiten Flohmärkten.

Das wunderbare Grundstück direkt an der Zaber war schon in kirchlicher Hand, der Pfarrgutsverwaltung. Probleme bereitete die schöne Lage in der Anfangszeit aus zweierlei Gründen: Erstens mußten viele und sehr tiefgehende Betonsäulen als Fundament gegossen werden, denn der Untergrund war Schwemmland der Zaber. Und zweitens: Es gab zunächst immer wieder Hochwasser im Haus, weil das Haus so nah an der Zaber steht. Doch auch diese Probleme konnten gelöst werden.

Am Sonntag, dem 2. Oktober 1988 war der Tag der Einweihung. Aus Lauffen fuhr extra ein Sonderzug nach Zaberfeld. Landesbischof Theo Sorg kam zur Predigt und zur Einweihung. Den Sonderposaunenchor aus beiden beteiligten Kirchenbezirken dirigierte Landesposaunenwart Wilhelm Mergenthaler. Die Freude an diesem Haus hält seit diesem Tag an.

Nach den Beiträgen der Gastredner sprach Pfarrer Martin Bulmann aus Schwaigern-Stetten das Schluß- und Segenswort der Jubiläumsveranstaltung. Pfarrer Bulmann ist der derzeitige Vorsitzende des Verwaltungsbeirates Freizeitheim Zaberfeld. Er bedankte sich bei den Gastrednern, dem Jugendposaunenchor, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Verpflegungsteams und bei all denjenigen, die sich für dieses Haus Jahr für Jahr in der Hausbelegung, Finanzverwaltung, im Hausputz und in der Hausmeisterei  einsetzen. Er schloß den Festakt mit einem Segenwort und lud zu einer weiteren Hausführung und zum abschließenden Grillen an der großen Feuerstelle auf dem Zeltplatzgelände ein.